Dienstag, 18. Januar 2011

Kommunikation ist das A und O

Da erzähle ich jetzt nichts neues, ich weiß. Noch dazu müsste das klar sein in einem Medium wie Radio, einem Kommunikationsunternehmen.

Trotzdem bleibt das, was wir eigentlich die ganze Zeit tun, schnell auf der Strecke: das Reden miteinander. Ich meine nicht auf Sendung, sondern vor der Zeit, bis das Mikrolicht rot wird. Klingt paradox, aber das passiert schneller als man denkt.
Du bist derart auf deine Sendung konzentriert und damit, dass jeder im Team weiß was er zu tun hat und jeder bis zu seinem Break rechtzeitig mit den Recherchen fertig wird. Da vergisst du schnell mal einfach den Kollegen zu fragen, wie es ihm heute eigentlich geht.
Was ist seine Befindlichkeit, was beschäftigt ihn? Worüber ärgert er sich, worüber hat er sich heute (zwischen Aufstehen und in die Arbeit fahren mitten in der Nacht) schon geärgert?

Das ist nicht sinnloses Schnattern über Unwichtiges, sondern genau was wir wollen. Zu und mit unseren Hörern sprechen. Die sind Menschen, wir sind Menschen. Was uns beschäftigt (z.B. das extrem große Schlagloch draußen am vierspurigen Ring, der dichte Nebel), das bewegt auch andere Menschen.

Man muss sich nicht immer den Kopf über Themen zerbrechen, sondern einfach Gespräche führen. So einfach kann es sein, auch wenn es oft leichter gesagt als getan ist.

In diesem Sinne: Warum in die Ferne denken, wenn die Themen doch so nah..

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