Ich möchte Radiomoderator werden....
Das ist und war mein Traum seit der dritten Klasse Volksschule. Mit viel Einsatz, Energie, Leidenschaft und Spaß an der Arbeit habe ich dieses Ziel erreicht. Und heute ist der Abend vor meiner letzten Show. Das letzte Mal Wien aufwecken. Vorerst geht für mich das rote Licht aus. Auf eigenen Wunsch wechsle ich in den sogenannten Hintergrund, den gestalterischen Bereich. Eine Aufgabe, auf die ich mich irrsinnig freue.
Aber trotzdem. Moderieren.... Das ist nicht bloß ein Job. Es ist Leidenschaft, es ist Berufung, eine Mission und das geilste das du tun darfst um deinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es gehört zu dir, ist ein Teil von dir. Ich werde es sehr vermissen, auch wenn es nicht endgültig ist.
Besonders in der Frühsendung, der viel zitierten Königsklasse im Radio, habe ich viele schöne aber auch harte Stunden erlebt. Ich habe tagtäglich Menschen in den Tag begleitet. War ihr erster Ansprechpartner. Hab sie (hoffentlich) zum Lachen gebracht, sie informiert und bin ihnen auf die Nerven gegangen. Ich habe sie zum Einschalten und viele sicher auch zum Abschalten gebracht. Aber das gehört dazu, jedem kannst du es nicht recht machen.
Und im Studio: Meine KollegInnen sind wegen meinem Hang zur Perfektion gefordert worden. Sie sind oft froh gewesen mich das Wochenende über nicht sehen zu müssen, Abstand zu haben. Denn es ist ein harter Job, der jedem alles abverlangt und bei dem sehr viele Emotionen im Spiel sind. Aber es ist eben das geilste, das du meiner Meinung nach machen darfst um Geld zu verdienen.
Ich habe mich über jedes positive Hörer-Feedback gefreut und habe mir über jedes negative Gedanken gemacht. Jedes Wort auf Sendung habe ich genossen. Natürlich einmal mehr, einmal weniger. Ich bin ja auch nur ein Mensch, der auch schlechte Tage hat. Obwohl das der Hörer nicht bemerken sollte.
Also dann. Heute noch ein letztes Mal den Wecker auf 3.12 Uhr stellen. Ein letztes Mal das Mikro um 5 Uhr anmachen und versuchen meine gute Laune (die wirklich nicht gespielt war) auf meine Hörer zu übertragen. Sie anzustecken, sie beim Start in den Tag zu unterstützen.
DANKE an jeden, auf dessen Beifahrersitz im Auto ich Platz nehmen durfte. Bei dem ich mit am Frühstückstisch gesessen bin, der meine Stimme mit in sein Schlafzimmer, die Dusche und sogar mit aufs Klo genommen hat :-)...
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt.. Und damit endet auch dieser Blog, den ich ja mit einer unglaublichen Konstanz betrieben habe (Achtung Sarkasmus!). ;-))
Wir hören uns morgen. Vorerst ein letztes Mal..