Freitag, 14. Januar 2011

Der eigene Rhythmus

Jeder hat seinen eigenen Rhythmus in der Früh. Seine Zeiteinteilung, seine gewohnten Abläufe. Bei mir ist es: Wecker einmal klingeln lassen, aufstehen, ins Badezimmer unter die Dusche, schnelles kurzes Frühstück, noch einmal ins Bad Zähneputzen, ins Auto und volle Fahrt (im Rahmen der Geschwindigkeitsbeschränkungen, meistens zumindest) voraus ins Studio.

Auch dort gibt es immer dieselben Abläufe. Sobald mal etwas ein bisschen anders ist, merkst du das. Ich brauch z.B. zur Recherche der aktuellen Themen für die Sendung ca. 20 Minuten. Heute hat es 25 Minuten gedauert. Zeit, die dir dann abgeht. Zumindest glaubst du es, kommst aus dem Gelcihgewicht und dann läuft es nicht so "rund" wie gewohnt.

Dazu der erste Einstieg auf Sendung nicht ganz nach Zufriedenheit und so geht es auch weiter mit den Einstiegen Zwei und Drei. Früher als junger, unerfahrener Moderator habe ich da die Sendung schon abgehakt. W.O. gegeben, kapituliert, mir eingestanden heute ist nicht mein Tag und mich grün und blau geärgert. Dann hast du schon verloren. Das bringt dich erst recht komplett aus deinem Konzept.

Heute, Jahre danach (*g*) gehe ich es anders an. Einstieg verpatzt, OK kann passieren. Weiter im Text und schön die Mundwinkel Richtung Ohren ziehen. Nicht verunsichern bzw. rausbringen lassen. Keep on smiling. Dazu kommt: Die Frühsendung beginnt streng genommen alle 20 Minuten neu, weil nach und nach meine Hörer aufstehen und zu mir stoßen. Das heißt ich habe in Summe pro Sendung 12 Mal die Chanc "neu anzufangen" und die nutze ich.
Heute denke ich nicht mehr von Sendung zu Sendung, sondern von Brek zu Break. Und ich gebe jedem Satz, jeden Einsatz auf Sendung die Chance der beste meines Lebens zu werden.

Ich wünsche ein schönes Wochenende. Bis Montag.

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