Montag, 31. Januar 2011

Der schlimmste Fehler

Der schlimmste Fehler den ein Blogger machen kann ist es, nicht regelmäßig zu schreiben. Das habe ich in einem schlauen Büchlein gelesen. Da ich nicht alles glaube was ich lese, habe ich es ausprobiert und siehe da, es stimmt:-).

Verzeihung für meine Woche der Abwesenheit, keine langen Ausreden, ich gelobe Besserung.

Es war aber wirklich einiges los in den letzten Tagen. Der wichtigste Tag im Jahr (genau genommen gibt es ihn zweimal) stand an. Der, an dem die Zahlen des Radiotests kommen. Vereinfach gesagt, das Zeugnis für die Radios. Mittels Telefonbefragung wird festgestellt, wie viele Menschen dir täglich zuhören und fast noch wichtiger, wie lange sind sie bei dir.
Warum ist das wichtig? Je mehr Hörer du hast, desto eher werden Firmen Werbung bei dir buchen. Für alle Privatsender ist der Radiotest also existenziell wichtig.

Speziell in meiner Situation war viel Bauchkribbeln dabei, denn der Test ist ein erster Gradmesser, ob die neue Show ankommt oder nicht. Die Zahlen sind sensationell ausgefallen, was für ein gutes Gesamtprodukt spricht. Ob sich die Show am Markt behaupten kann, zeigt sich frühestens nach einem Jahr.
Aber fürs erste können wir alle sehr zufrieden sein.

Aber wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, wird links und rechts überholt. Deshalb Blick nach vorne und das ist in dem Fall die morgige Show. Ich freu mich schon wieder drauf.

PS: Vielen Dank an einen fleißigen Leser, der mich heute mittels Anruf darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich nun doch schon eine Woche schreibfaul war. Der heutige Blog ist somit dir gewidmet!!

Donnerstag, 20. Januar 2011

Da ist ein "Flow"

Der ist drin. Es läuft gut, die Show macht derzeit wirklich besonders viel Spaß. Es kommen viele Hörerreaktionen, der Schmäh rennt, was will man mehr..
Heute wirklich kurz und knapp.

Ich freu mich auf morgen.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Adrenalin, Gänsehaut und der persönliche Kontakt

Es ist immer ein besonderer Moment im Leben eines Moderators. Heute um 8.33 Uhr war es so weit. Ich hatte die Gewinnerin unserer Karibikreise am Telefon. LIVE natürlich. Für die Mitspielerin selbst ein Wahninns-Moment, für den Zuhörer hoffentlich (ein Beweis dafür, dass das Spiel gut und spannend gemacht wird) und für mich Action pur!

Die Dame sagt die richtige Antwort und dann gehts los. In meinem Hirn schwirren noch einmal die Gedanken, ist das wirklich die korrekte Antwort (einen Fehler bei so einem großen Spiel darfst du dir nicht erlauben), das Herz beginnt zu Rasen, Gänsehaut, den Rücken geht es kalt hinunter. Wie schaffst du den optimalen Spannungsaufbau?
Und dann der Moment: Du bist dir 100%-ig sicher, das ist es. Sie weiß es. Sie hat es geknackt. Sie wird gewinnen.
An dieser Stelle schaltet sich das Hirn automatisch aus und der Bauch agiert. Du verfällst selbst in einen Adrenalinrausch, lässt den Bauch entscheiden welche Worte du wählst, es sprudelt nur so heraus und du traust dich auch Emotionen zu zeigen. Du hast es selbst nicht mehr unter Kontrolle. Du freust dich einfach mit.

Nach fast einer Minute im gegenseitigen Freudenschreitaummel kehrt Beruhigung ein. Nicht bei der Gewinnerin, eh klar, aber bei mir. Du weißt alles ist optimal gelaufen. Es hat auch gut geklungen und das ist schließlich das wichtigste.

Ich habe es mir nicht nehmen lassen nach der Show selbst zur Dame zu fahren. Das Gewinner-Interview mit ihr zu führen und sie persönlich kennenzulernen.

Es ist schwierig im Alltagsgeschäft, du stehst im Studio und sprichst zu deinen Hörern, siehst ihn bzw. sie aber nicht. Genau solche Situationen gehören deshalb genützt. Jetzt kenne ich eine Hörerin von mir. Das macht alles schon viel einfacher.

Und der persönliche Kontakt ist besonders wichtig. Ich kenne Kollegen, die das Studio mit einer "eigenen Welt" verwechseln und sich zu weit vom Hörer entfernen. "Ich in meinem Glaskammerl und ihr da draußen..". Das darf nie passieren.

Ich freu mich auf die morgige Show..

Dienstag, 18. Januar 2011

Kommunikation ist das A und O

Da erzähle ich jetzt nichts neues, ich weiß. Noch dazu müsste das klar sein in einem Medium wie Radio, einem Kommunikationsunternehmen.

Trotzdem bleibt das, was wir eigentlich die ganze Zeit tun, schnell auf der Strecke: das Reden miteinander. Ich meine nicht auf Sendung, sondern vor der Zeit, bis das Mikrolicht rot wird. Klingt paradox, aber das passiert schneller als man denkt.
Du bist derart auf deine Sendung konzentriert und damit, dass jeder im Team weiß was er zu tun hat und jeder bis zu seinem Break rechtzeitig mit den Recherchen fertig wird. Da vergisst du schnell mal einfach den Kollegen zu fragen, wie es ihm heute eigentlich geht.
Was ist seine Befindlichkeit, was beschäftigt ihn? Worüber ärgert er sich, worüber hat er sich heute (zwischen Aufstehen und in die Arbeit fahren mitten in der Nacht) schon geärgert?

Das ist nicht sinnloses Schnattern über Unwichtiges, sondern genau was wir wollen. Zu und mit unseren Hörern sprechen. Die sind Menschen, wir sind Menschen. Was uns beschäftigt (z.B. das extrem große Schlagloch draußen am vierspurigen Ring, der dichte Nebel), das bewegt auch andere Menschen.

Man muss sich nicht immer den Kopf über Themen zerbrechen, sondern einfach Gespräche führen. So einfach kann es sein, auch wenn es oft leichter gesagt als getan ist.

In diesem Sinne: Warum in die Ferne denken, wenn die Themen doch so nah..

Montag, 17. Januar 2011

Spüren, was andere fühlen

Über eigene Erlebnisse, Erfahrungen oder Empfindungen zu sprechen sollte nicht das große Problem sein. Man greift ja schließlich auf vorhandenes Wissen zurück. Schwieriger wird es, sich in eine Lage hineinversetzen zu müssen, die man selbst noch nicht erlebt hat.

Beispiel Eins: In Tunesien ist das absolute Chaos ausgebrochen, der Präsident wurde gestürzt und Urlauber mussten ausgeflogen werden. Wie fühlst du dich, wenn dein schwer verdienter Urlaub gerade mal vier Tage dauert und dann so etwas passiert? Ich weiß es zum Glück nicht, hatte bis jetzt immer Glück mit der Wahl meines Reiselandes. Chaos ist höchstens an der Rezeption oder am Strand in puncto "welche Sonnenliege gehört mir" ausgebrochen, aber das ist eine andere Geschichte.

Beispiel Zwei: Am weißen Sandstrand liegen, vor dir das türkisblaue karibische Meer und Luxus pur genießen. Das habe ich, im Gegensatz zu Beispiel Eins LEIDER, auch noch nicht erlebt.

Eines haben diese Erfahrungen gemeinsam, ich habe sie selbst noch nicht gemacht, spreche und berichte aber darüber. Über Tunesien, weil es aktuell ist und über die Karibik, weil ich diese Woche zwei glückliche Gewinner unseres Reisespiels dorthin schicken werde.
In unerlebte Situationen hineinversetzen, versuchen zu spüren was ich in einer mir bisher unbekannten Situation fühle. Eine weitere Herausforderung an einen Radiomoderator.

Radio ist kompliziert, es steckt mehr dahinter als man hört, aber es macht Spaß..

Bis morgen.

Freitag, 14. Januar 2011

Der eigene Rhythmus

Jeder hat seinen eigenen Rhythmus in der Früh. Seine Zeiteinteilung, seine gewohnten Abläufe. Bei mir ist es: Wecker einmal klingeln lassen, aufstehen, ins Badezimmer unter die Dusche, schnelles kurzes Frühstück, noch einmal ins Bad Zähneputzen, ins Auto und volle Fahrt (im Rahmen der Geschwindigkeitsbeschränkungen, meistens zumindest) voraus ins Studio.

Auch dort gibt es immer dieselben Abläufe. Sobald mal etwas ein bisschen anders ist, merkst du das. Ich brauch z.B. zur Recherche der aktuellen Themen für die Sendung ca. 20 Minuten. Heute hat es 25 Minuten gedauert. Zeit, die dir dann abgeht. Zumindest glaubst du es, kommst aus dem Gelcihgewicht und dann läuft es nicht so "rund" wie gewohnt.

Dazu der erste Einstieg auf Sendung nicht ganz nach Zufriedenheit und so geht es auch weiter mit den Einstiegen Zwei und Drei. Früher als junger, unerfahrener Moderator habe ich da die Sendung schon abgehakt. W.O. gegeben, kapituliert, mir eingestanden heute ist nicht mein Tag und mich grün und blau geärgert. Dann hast du schon verloren. Das bringt dich erst recht komplett aus deinem Konzept.

Heute, Jahre danach (*g*) gehe ich es anders an. Einstieg verpatzt, OK kann passieren. Weiter im Text und schön die Mundwinkel Richtung Ohren ziehen. Nicht verunsichern bzw. rausbringen lassen. Keep on smiling. Dazu kommt: Die Frühsendung beginnt streng genommen alle 20 Minuten neu, weil nach und nach meine Hörer aufstehen und zu mir stoßen. Das heißt ich habe in Summe pro Sendung 12 Mal die Chanc "neu anzufangen" und die nutze ich.
Heute denke ich nicht mehr von Sendung zu Sendung, sondern von Brek zu Break. Und ich gebe jedem Satz, jeden Einsatz auf Sendung die Chance der beste meines Lebens zu werden.

Ich wünsche ein schönes Wochenende. Bis Montag.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Hat Spaß gemacht

Eine "geile" Show war das. Hat Spaß gemacht, der "Drive" war drin, Hörerreaktionen hat es gegeben. Herz was willst du mehr. Noch dazu eine Hörerin die angerufen hat und gemeint hat "das mit dem Sixpack bis Sommer schaffe ich nie".. Mein Neujahrsvorsatz. Die wird sich anschauen.

Jetzt ist der Kämpfer in mir erst so richtig geweckt. Morgen ist der Termin mit dem Trainer, dann beginnt die wohl härteste Zeit meines Lebens. Aber ich freu mich drauf. Genauso wie auf die morgige Show.
Mehr gibts heute nicht zu berichten ;-)

Bis morgen.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Na super, kein Internet!!!!

Meine Sendung startet um 5 Uhr. Ich bin ab 3.40 Uhr im Sender für die Vorbereitung. Schauen, was ist an Beiträgen von den Reportern da, was hat sich über Nacht in der Welt getan, ich halte Ausschau nach bunten, lustigen aber auch ernsten Themen, versuche zu fühlen worüber meine Hörer heute sprechen, was sie beschäftigt.
Mit Internet ist das heutzutage kein Problem. Schnell die Onlineausgaben der wichtigsten Zeitungen gecheckt und fertig. Aber..

Heute um 3.45 Uhr versuche ich die erste Internetseite, geht nicht. Die Zweite, geht nichts. Die Dritte..... Ich wollte es nicht wahrhaben, es war aber so. Unser Internetanbieter hat sich gedacht, ich führe mal um diese Uhrzeit Wartungsarbeiten durch. Wer will um diese Zeit schon ins Internet? I C H.

Zu diesem Zeitpunkt war ich froh, dass ich mittlerweile doch schon siebeneinhalb Jahre Erfahrung beim Radio habe. Da erschüttert dich so etwas nicht mehr. Greifst du eben auf die altbewährten Mittel zurück. Die Zeitung in der Printausgabe lesen, blöd nur, wenn ausgerechnet heute der Zeitungsausträger verschläft. Aber macht auch nichts, wir haben es trotzdem hinbekommen.
Genau zum Sendungsstart um 5 Uhr, wenn eigentlich das wichtigste schon vorbereitet sein sollte, waren wir dann übrigens wieder "online".

Wie abhängig Internet macht und wie du glaubst aufgeschmissen zu sein, wenn es nicht funktioniert. In dem Fall kommt es dann wirklich auf Gefühl und Gespür an. Und eben auf Spontanität, aber das ist sowieso eine Grundvoraussetzung in meinem Beruf.

Heute übrigens auch der 1. Jahrestag der tragischen Erdbebenkatastrophe auf Haiti. Wenn wir es sehen sprechen wir darüber, sind betroffen. Wenn die Bilder der zerstörten Häuser, der verarmten und verletzten Menschen nicht mehr in der Zeitung und im Fernsehen auftauchen, dann vergessen wir. Das passiert ganz schnell.
Ich habe heute auf Sendung natürlich auch darüber gesprochen aber auch gehandelt. Ich habe mich kurzerhand dazu entschlossen das Geld, das in meiner Brieftasche ist, zu spenden. Ich wusste vorher echt nicht, wie viel ich noch bei mir habe.
25,97 Euro waren es, die habe ich aufgerundet auf 26 und vor 15 Minuten via Internetbanking der Caritas überwiesen. Es ist zwar keine Riesensumme aber immerhin etwas.

Ich habe im Radio eine gewisse Vorbildwirkung und die sollte ab und zu auch spürbar sein..

In diesem Sinne, bis morgen.

Dienstag, 11. Januar 2011

Keine besonderen Vorkommnisse

Auch das soll es geben. Ich wüsste heute nichts spektakuläres zu berichten. Die Show war OK (und bei einem selbstkritischen Menschen wie ich es bin heißt das, sie war in Ordnung). Die Themen kommen auch schön langsam wieder aus der Winterpause zurück.
Und hier lüfte ich gleich mal ein Geheimnis: Wir wissen es zwar alle, sind uns aber nicht bewusst, dass es sich dabei um eine "goldene Radioregel" handelt.

Das Wetter als Thema zieht immer..

Wir sind derzeit im Genuß einer furchtbaren Tauwetterphase (diese Wertung verrät zwischen den Zeilen meine Meinung zum Wetter) und das berührt einfach jeden. Die Skifahrer nervt es extrem, denn wenn der Schnee schmilzt ist das so, als würde man "Autofahrern die Strasse wegnehmen" (Danke für diese schöne Metapher von eine Hörerin heute Morgen auf Facebook). Durch Regen und das Schnee-Schmelzwasser ist es eine Kunst als Fußgänger auf der Straße sauber zu bleiben, das gefällt nicht jedem. Andere freuen sich, weil im Bauch die Schmetterlinge zum Leben erwachen und sich erste Frühlingsgefühle zeigen.
Kurz gesagt, zum Wetter hat jeder eine Meinung. Das betrifft jeden von uns, keiner kann es ändern und es erzeugt Emotionen.

Und genau mit diesen Emotionen musst du beim Radio arbeiten. Außerdem habe ich selbst auch eine ganz klare Empfindung und Meinung dazu und das macht die ganze Sache gleich etwas einfacher.

In diesem Sinne, immer schön die Emotionen im Auge behalten.
Bis morgen.

Montag, 10. Januar 2011

Immer wieder montags und JA, Radio ist Psychologie..

Nach vier Tagen Entspannung pur (naja, so gut es halt ging) war heute wieder "Showtime". Es ist immer besonders spannend meine Hörer aus dem Wochenende "abzuholen", noch dazu wenn es ein verlängertes war. Und eigentlich war das heute ja auch für Viele erst wieder der Start ins Arbeitsjahr nach dem Weihnachtsurlaub.
Das heißt jetzt gibt's wieder Vollgas. Ich schätze mal 95 Prozent meiner Hörer sind wieder im Alltag angelangt, wir sind wieder vollzählig und können wieder ordentlich durchstarten.

Das neue Jahr bringt es so mit sich, dass man sich selbst auch das ein oder andere Vorhaben fasst, was man im Job besser bzw. anders machen möchte. Bei mir passiert das eigentlich täglich. Jeden Tag findest du eine Kleinigkeit an dir, mit der du nicht ganz zufrieden bist und möchtest sie ändern. Besser machen. Irgendwann ergibt sich eine Unmenge an "Kleinigkeiten", die du besser machen möchtest und so wird dein Unterbewusstsein negativ beeinflusst. Zu diesem Schluss hat mir heute eine nette, erfahrene und von mir sehr geschätzte Kollegin verholfen.

Kurz zusammengefasst: Wer stets bestrebt ist alles besser zu machen, immer wieder etwas findet, das ihm nicht passt, der beeinflusst sich unterbewusst auf negative Art und Weise und entwickelt Unzufriedenheit. An dieser Stelle der Ratschlag der genannten Kollegein "Trickse dich und dein Unterbewusstsein selbst aus". Denk einmal nicht über die Dinge nach, die du besser machen willst, sondern darüber worauf du stolz bist, was du schon gut machst. Denn so wird dein Unterbewusstsein positiv beeinflusst und das wiederum bringt dich weiter. Mehr als immer nur zu nörgeln. Einen Versuch ist es wert.

Wer geglaubt hat, moderieren ist einfach nur ins Studio stellen und darauf los reden ohne zu denken, der irrt gewaltig. Es steckt sehr viel Psychologie in und hinter meinem Beruf bzw. meiner Berufung.

Wobei, manchmal ist es auch besser die Gedanken nicht allzusehr kreisen zu lassen. Einfach auf den Bauch hören, Mund auf und Mikro ein..

In diesem Sinne, "positiv denken" und bis morgen.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Ein Mittwoch, der sich wie ein Freitag anfühlt

Das Jahr hat zwar gerade erst begonnen, trotzdem lacht das Herz wenn ein Feiertag mit in der Woche drin ist und noch mehr, wenn der darauffolgende Fenstertag frei ist. Soll heissen, meine erste (kurze) Arbeitswoche 2011 ist geschafft.

Der Tag hat mit Minus 11 Grad frostig begonnen. Der erste Internet-und Themencheck im Studio: Gleiche Lage wie die Tage davor. Die großen "Burner"-Themen lassen auf sich warten. Der Großteil meiner Hörer ist noch im Urlaub, schläft einmal aus und das bekommst du schon mit. Dass das Interesse an deiner Show erst später als gewohnt einsetzt. Dennoch ist gerade das eine besondere Herausforderung. Aus "nicht viel" was spannendes, packendes zu machen.

Mit vielen Themen arbeiten ist leicht, aber aus einer dürftigen Nachrichtenlage trotzdem noch einen abwechslungsreichen Morgen zu machen, das ist der Kick. Und wenn das gelingt, fahre ich immer mit einem Lächeln nachhause.

Damit ist Zeit für die zweite Urlaubsphase wenn man so will, verlängertes Wochenende. Aber am Montag gehts dann wirklich wieder los. In den Büros, Werkstätten und Baustellen im Land und auf den Straßen beginnt wieder das Leben. Und ich freue mich schon darauf aktiv daran teilzunehmen und mittendrin zu sein.

Bis Montag.

Dienstag, 4. Januar 2011

Aufwachen in der Tiefschlafphase und eine schwächelnde Stimme

Kennen Sie das? Sie schlafen so fest, dass Sie es nicht einmal merken? Und plötzlich läutet der Wecker, also wirklich mitten im totalen Tiefschlaf. Ist mir heute passiert. Brutal herausgerissen aus der Ruhe. Das gehört zum Job. Aber ich liebe ihn.

Selbst wenn ich tiefverschlafen im Badezimme stehe, dreinblicke wie eine Eule nach dem Waldbrand und mich mit meinem eigenen Spiegelbild erst bekannt machen muss - Ich liebe diesen Job. Selbst wenn das letzte Stückchen verbliebenes Brot fürs Frühstück hart geworden ist über Nacht (OK, ich habs vergessen abzudecken) und das Eis auf der Auto-Windschutzscheibe bei Minus 8 Grad so dick ist, dass ich darauf eislaufen könnte, selbst dann werde ich mich nicht beklagen. Denn, ich weiß nicht ob ich es schon erwähnt habe, aber ich liebe meinen Job.

Angekommen im Studio die gleichen Rituale wie jeden Tag. Teewasser in der Küche überstellen, Jacke ausziehen, Schal in die Kapuzenjacke stecken, Computer hochfahren, E-Mails checken, Teewasser ist fertig - ich bin in der Küche aber den Teebeutel habe ich in meiner zweiten Schreibtischlade vergessen - also wieder zurück..
Dann diverse Internetseiten öffnen, die Online-Ausgaben der Zeitungen lesen, schauen was sich getan hat über Nacht. Und das ist zu dieser Zeit nicht viel.
Also, was mache ich heute? Was interessiert meinen Hörer? Was bewegt ihn, worüber spricht er beim Frühstück bzw. im Büro mit den Kollegen? Das herauszufinden ist die tägliche Herausforderung.

Co-Moderatorin Nummer Eins kommt bei der Tür herein. Oh, ihr "Morgen" klingt sehr brummbärenhaft, da hat wohl die Erkältung voll zugeschlagen. Au, das tut weh beim Zuhören, die Arme. Bis 07.27 Uhr hat sie tapfer durchgehalten, dann hieß es Stimme schonen. Ab einem gewissen Zeitpunkt bringt es nichts mehr und schließlich ist die Stimme unser Werkzeug. Bilde ich mir das ein oder krazt mein Hals jetzt auch noch mehr??

Eine Ärztin, die wir heute auf Sendung hatten meinte zum Thema 'nahende Grippewelle': "Man darf sich nur nicht davor fürchten, dann bekommt man es auch nicht". Ich habe keine Angst.....

Trotzdem gönnt sich der furchtlose Morgenritter jetzt ein heißes Erkältungsbad, zur Vorbeugung. Man möchte schließlich nichts dem Zufall überlassen.
Bis morgen..

Montag, 3. Januar 2011

Aus dem Leben eines Radio-Morgenmoderators: Tag 1 nach dem Urlaub

Das erste Mal Aufstehen nach einer Woche ausschlafen ist geschafft. Den Rhythmus muss ich allerdings erst wieder finden. Der Wecker läutet um 2.40 Uhr, dann unter die Dusche, kleines schnelles Frühstück und ab ins Auto und ins Studio. Aber so ganz rund ist es heute noch nicht gelaufen. War noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

Irgendwas muss heute auch mit dem Mond gewesen sein, ich bin im Halbstundentakt munter geworden. Immer ist der Mond schuld ;-).

Trotzdem war es eine sehr lustige Sendung, immerhin die erste im neuen Jahr. Die Themenlage: Sehr dürftig (wie immer um diese Jahreszeit, der Großteil ist immerhin noch im Urlaub), da musst du dir schon viel "aus den Fingern saugen". Jahresvorschau: Was hat der Gesetzgeber mit uns vor bzw. wie teuer wird es für uns, ein Blick auf die partielle Sonnenfinsternis von morgen und ich habe den Mund wieder einmal zu voll genommen.

Mein Vorsatz fürs neue Jahr (eigentlich erst als Spaß gedacht): Ich möchte bis zum Sommer einen Waschbrettbauch haben.. Da hab ich wieder gesprochen und danach erst nachgedacht was das jetzt für mich bedeutet. Hartes, hartes Training. Die Hörer nehmen mich beim Wort und das ist auch gut so. Was gesagt ist ist gesagt und muss dann auch umgesetzt werden.
In den nächsten Monaten werde ich wohl sehr viele Klimmzüge machen, Gewichte stemmen und Hanteln bewegen. Ernährung ändern, Ciao Schokolade usw. :-(
Aber was tut man nicht alles für die Show. Und ich tu es gerne.

"Ich möchte bis Sommer einen Sixpack haben", als ich diesen Satz am Telefon zu Fitnesstrainer Roland gesagt habe, hat der lauthals losgelacht. Dennoch sein Zusatz "..möglich ist alles.."!!
Was er nicht weiß, ich liebe Herausforderungen und die habe ich somit.

In diesem Sinne Prosit 2011 und bis morgen.

Sonntag, 2. Januar 2011

Aus dem Leben eines Radio-Morgenmoderators

Mein Vorsatz für 2011: Meinen Blog regelmäßig betreuen und Einblicke in das Leben eines Radio-Morgenmoderators zu gewähren. Ob es interessant ist oder nicht, wird sich zeigen. Ich gebe bzw. schreibe mal mein Bestes.

Denn wir sind schon eine eigenartige Spezies: Freiwillig mitten in der Nacht aufstehen und deshalb abends logischerweise früh ins Bett, gut drauf sein wenn alle anderen gerade genervt den Wecker vom Nachtkasten schlagen und jeden Tag über alles bescheid wissen. Wie es dazu kommt und wie es hinter den Kulissen einer Morgenshow zugeht, werde ich versuchen in diesem Blog tagtäglich zu beschreiben. Wie gesagt, es ist ein Vorsatz - Möge er halten :-).
Bis morgen..