Dienstag, 4. Januar 2011

Aufwachen in der Tiefschlafphase und eine schwächelnde Stimme

Kennen Sie das? Sie schlafen so fest, dass Sie es nicht einmal merken? Und plötzlich läutet der Wecker, also wirklich mitten im totalen Tiefschlaf. Ist mir heute passiert. Brutal herausgerissen aus der Ruhe. Das gehört zum Job. Aber ich liebe ihn.

Selbst wenn ich tiefverschlafen im Badezimme stehe, dreinblicke wie eine Eule nach dem Waldbrand und mich mit meinem eigenen Spiegelbild erst bekannt machen muss - Ich liebe diesen Job. Selbst wenn das letzte Stückchen verbliebenes Brot fürs Frühstück hart geworden ist über Nacht (OK, ich habs vergessen abzudecken) und das Eis auf der Auto-Windschutzscheibe bei Minus 8 Grad so dick ist, dass ich darauf eislaufen könnte, selbst dann werde ich mich nicht beklagen. Denn, ich weiß nicht ob ich es schon erwähnt habe, aber ich liebe meinen Job.

Angekommen im Studio die gleichen Rituale wie jeden Tag. Teewasser in der Küche überstellen, Jacke ausziehen, Schal in die Kapuzenjacke stecken, Computer hochfahren, E-Mails checken, Teewasser ist fertig - ich bin in der Küche aber den Teebeutel habe ich in meiner zweiten Schreibtischlade vergessen - also wieder zurück..
Dann diverse Internetseiten öffnen, die Online-Ausgaben der Zeitungen lesen, schauen was sich getan hat über Nacht. Und das ist zu dieser Zeit nicht viel.
Also, was mache ich heute? Was interessiert meinen Hörer? Was bewegt ihn, worüber spricht er beim Frühstück bzw. im Büro mit den Kollegen? Das herauszufinden ist die tägliche Herausforderung.

Co-Moderatorin Nummer Eins kommt bei der Tür herein. Oh, ihr "Morgen" klingt sehr brummbärenhaft, da hat wohl die Erkältung voll zugeschlagen. Au, das tut weh beim Zuhören, die Arme. Bis 07.27 Uhr hat sie tapfer durchgehalten, dann hieß es Stimme schonen. Ab einem gewissen Zeitpunkt bringt es nichts mehr und schließlich ist die Stimme unser Werkzeug. Bilde ich mir das ein oder krazt mein Hals jetzt auch noch mehr??

Eine Ärztin, die wir heute auf Sendung hatten meinte zum Thema 'nahende Grippewelle': "Man darf sich nur nicht davor fürchten, dann bekommt man es auch nicht". Ich habe keine Angst.....

Trotzdem gönnt sich der furchtlose Morgenritter jetzt ein heißes Erkältungsbad, zur Vorbeugung. Man möchte schließlich nichts dem Zufall überlassen.
Bis morgen..

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